Festlichkeiten Knigge

Zeitungsannoncen

Nur bei wichtigen Anlässen – Hochzeit, Geburt oder Jubiläen, etc. - sollte man die Öffentlichkeit unterrichten. Die Anzeige dient zur Information der Menschen, mit denen man nicht gleichzeitig feiern kann, die aber dennoch von dem Ereignis in Kenntnis gesetzt werden sollen.

Dazu eignet sich die jeweilige regionale Zeitung des Ortes oder ein Anzeigenblatt. Die Preise richten sich nach Anlass, Größe, Erscheinungstag und Darstellung (farbig oder schwarzweiß).

Wichtig fĂĽr die rechtzeitige Erscheinung der Annonce ist der Schlusstermin der Anzeigenannahmestelle meist mindestens zwei Tage vor Erscheinen.

Tanzen

Tanzende Menschen sind fĂĽr ein Fest der sichtbare Ausdruck von Stimmung und Lebensfreude und damit auch ein wichtiger Garant fĂĽr den Erfolg einer Feierlichkeit.

Auf einer Hochzeit gehört der erste Tanz oder auch Eröffnungstanz traditionell dem frisch vermähltem Paar. Meistens wird dazu ein Wiener Walzer ausgewählt. Danach tanzen – soweit möglich - die Ehepartner mit den jeweiligen Eltern, dabei können sich schon weitere Gäste auf die Tanzfläche hinzubegeben.

Danksagungen

Etwa vier bis sechs Wochen nach einem Fest können – wenn als nötig erachtet – Danksagungen verschickt werden. Falls Geschenke überreicht wurden, sollten diese im Schreiben noch einmal Erwähnung finden. Sehr hilfreich sind in diesem Zusammenhang kleine Aufkleber mit Namen, um später eine eindeutige Zuordnung zu gewährleisten.

Einen besonderen Erinnerungswert haben hierbei Danksagungen in Kombination mit einem individuell ausgesuchten Foto von der Feierlichkeit. Bei einem Druckauftrag ist es ökonomischer, wenn man die Danksagungen zusammen mit den Einladungen in Auftrag gibt.

Neben den gedruckten Zeilen sollten mindestens noch ein paar persönliche Worte handschriftlich hinzugefügt werden.

Tischreden

Jeder Redner sollte sich immer im Klaren sein, welche Menschen und welche Gesellschaft er anspricht, d.h. Thema, Wortwahl und Dauer sollten vorher feststehen.

Nach einer eingehenden Begrüßung sollte bestenfalls frei gesprochen werden, wenn man ungeübt oder unsicher ist, kann man sich einige Stichworte notieren oder aber die Rede vom Blatt lesen. Dabei ist es gut, ab und zu den Blick mit dem Publikum und den Angesprochenen aufzunehmen. Keinesfalls aber sollten abfällige oder zotige Bemerkungen gemacht werden und die Rede länger als eine viertel Stunde gehen.

Es macht sich gut, wenn man die Rede mit Danksagungen an die Gastgeber und Mitwirkenden des Festes beschlieĂźt.

Kleiderordnung

Auch hier gilt das Gebot, das die Gäste weitestgehend den Wünschen ihrer Gastgeber entsprechen sollten. Werden Trachten oder andere Kleidungsregeln bei der Einladung ausgesprochen, wäre es schön, dieser Bitte zu folgen.

Bei einer Hochzeit lautet eine ungeschriebene Regel, dass die Braut das schönste Kleid des Tages trägt. Ebenso gilt, wenn die Braut in Weiß geht, sollte sie die einzige sein. Der Bräutigam hat heutzutage mehr Freiheiten. Allerdings passt zu einem weißen Brautkleid am ehesten ein feiner, dunkler Anzug.

Klassisch wäre natürlich ein Cut oder ein Frack mit den dazugehörigen Accessoires. Eine landestypische Tracht wäre als Festgarderobe ebenfalls eine schöne Alternative, die auch in der Stadt wieder gerne getragen wird - und in ländlicher Region immer noch zur Tradition gehört.

Sitzordnung

Traditionell bewährtes hat in vieler Hinsicht auch heute noch seine Gültigkeit. Dies gilt im besonderem Maße für die Sitzordnung, die hilft, Unruhe des Suchens oder gar einen Streit zu vermeiden. Über diese sollte man sich bereits Wochen vor einer Feier Gedanken machen und sorgfältig verschiedenste Eventualitäten gegeneinander abwägen.

Ist die Anordnung der Tische einmal festgelegt – was mit den Gastronomen geklärt werden sollte – überlegt man sich, welche Menschen vielleicht Gemeinsamkeiten haben und welche nicht. Auch das Alter der Gäste muss in die Planung berücksichtigt werden, um bereits im Vorfeld für Harmonie zu sorgen.

In der Nähe der Gastgeber zu sitzen bedeutet in allen Kulturen eine große Ehre. Entsprechend sollte die weitere Zusammenstellung folgen, Eltern, auswärtige Gäste, Verwandte, Freunde. Gerade Kinder sollten in diesem Zusammenhang sorgsam berücksichtigt und vielleicht zu den Eltern gesetzt werden. Zur Förderung der Kommunikation wäre es klug, wenn am Tisch die Paare nicht direkt zusammensitzen.

Bei großen Feierlichkeiten ist es sehr hilfreich, wenn bereits am Saaleingang die Sitzordnung aushängt. Für kleinere Feiern reichen kleine Tischkarten meist aus. Auf Hochzeiten ist es grundsätzlich schön, wenn das Brautpaar zentral platziert wird und die Trauzeugen wie auch die Eltern in nächster Nähe folgen. Ähnlich sollten bei einer kirchlichen Feier die vordersten Bänke – also in unmittelbarer Nähe des Brautpaares – für die Eltern und die nahe Verwandtschaft reserviert bleiben, wie auch für die Mitgestalter der Zeremonie.

Einladungen

Jede Einladung muss eine ansprechende Form haben, die auf den Rahmen der Feierlichkeit und seine Gäste abgestimmt sein sollte. Dabei gebietet die Höflichkeit, den vollständigen Namen nebst aller Titel aufzuführen.

Selbstverständlich werden in unserem Kulturkreis die Damen vor den Herren genannt. Ein eleganter Anlass sollte auch durch eine entsprechend elegante Einladung zum Ausdruck gebracht werden. Hat das Fest ein lockeres Motto, kann die Ansprache auch humoristisch gehalten werden. Sehr wichtig ist die Terminierung, d. h. die Vorlaufzeit.

Handelt es sich um ein großes Fest, wie beispielsweise eine Hochzeit, sollte man sich bereits ein halbes Jahr vorher anmelden. Die Gäste haben so genügend Möglichkeiten, sich diesen Tag frei zu halten.

Neben dem zeitlichen Aspekt ist die Bitte um rechtzeitige RĂĽckantwort ebenso bedeutend fĂĽr die Logistik einer Feierlichkeit. FĂĽr Druck und Versand kann man auch die professionelle Dienstleitung einer Druckerei in Anspruch nehmen.

Ringe

Der Ring ist von alters her als Rundung ohne Ende das Symbol der ewigen Liebe. Einst aus Gras geflochten gilt heute Gold oder Platin als geeignetes Material. In unserer Kultur stammen die ersten Verlobungsringe aus dem 14. Jahrhundert und die Sitte, den Namen des Geliebten in den Ring zu gravieren.

Nach traditionellen Brauch schenkt auch heutzutage der Mann die Verlobungsringe, die erst auf der linken Seite der Hand – und nach der Hochzeit als Trauringe am rechten Ringfinger getragen werden.

Ehename

Seit 1994 gibt es in der Bundesrepublik Deutschland ein neues Namensrecht. Demnach dürfen Paare bei der Eheschließung ihre jeweiligen alten Namen beibehalten oder sich einen neuen Ehenamen wählen. Doppelnamen sind möglich, jedoch nicht mehr als Familiennamen.

Bis spätestens zur Geburt des ersten Kindes muss der Familienname dann fest stehen. Für die Kinder sind Doppel- oder Dreifachnamen nicht zulässig. Hat einer der Ehepartner bereits einen Doppelnamen, so darf er nicht noch einen weiteren Namen anfügen.